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Gustave Moreau: Prometheus

 
"Die tierische Existenz ist feuerlos. So erhob Prometheus die menschliche Existenz zur menschlichen Existenz: zu einer immer noch tierisch verwundbaren, leidenden, sterbenden, jedoch sich nicht tierisch fügenden. Ja: zu einer schon befreiten und doch gefesselten und bestraften Existenz. Denn sobald der Mensch Mensch ist, sobald von ihm als von einem besonderen Wesen die Rede ist - und so ist es im Mythologem des Prometheus, der mit seinem So-Sein-und-Tun-und-Leiden die menschliche Existenz ausspricht -, ist Feuerlosigkeit ein Mangel, dem man abhelfen muß: jenes Sich-nicht-fügen ein Sich-nicht-fügen-können. Die Leiden, die aus diesem Sich-nicht fügen-können folgen, sind über die tierischen hinausgehende, besondere Leiden - gleichsam Strafen."
Karl Kerényi, Prometheus, 94
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