Christa Wolf (1929-2011)
geboren in Landsberg an der Warthe
1949-1953: Studium der Germanistik in Jena und Leipzig
1949 Eintritt in die SED - Wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Deutschen Schriftstellerverband (1953-1959), ab 1956 zusätzlich Cheflektorin des Verlages "Neues Leben" in Berlin und 1958/59 Redakteurin der Zeitschrift "Neue Deutsche Literatur", von 1959 bis 1962 freie Mitarbeiterin des "Mitteldeutschen Verlages" in Halle
seit 1962 Arbeit als freiberufliche Schriftstellerin - erster großer Erfolg mit dem Roman "Der geteilte Himmel"
1963-1967: Kandidatin des Zentralkomitees der SED, nach einer kritischen Rede scheidet sie aus dem Gremium aus.
1976: Mitinitiatorin des Protestes gegen die Ausbürgerung des Liedermachers Wolf Biermann
1983: Veröffentlichung des Romans "Kassandra"
1989/90: Austritt aus der SED, Veröffentlichung der Erzählung "Was bleibt" (1990), die mit autobiographischen Zügen ihre Überwachung durch das Ministerium für Staatssicherheit der DDR schildert
1993: In einem Interview bekennt Christa Wolf sich öffentlich dazu, zwischen 1959 und 1962 "Informelle Mitarbeiterin" des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR gewesen zu sein. Unter dem Titel "Akteneinsicht Christa Wolf" veröffentlicht sie die Akte, die sich mit dieser Zeit beschäftigt. Daneben liegen 42 Bände vor, die ihre Überwachung zwischen 1969 und 1989 dokumentieren. Aus der Akademie der Künste tritt sie aufgrund der Diskussion um ihre Person aus, wird aber 1994 wieder aufgenommen.
Bücher (Auswahl):
1963: Der geteilte Himmel
1968: Nachdenken über Christa T.
1974: Unter den Linden
1976: Kindheitsmuster
1979: Kein Ort. Nirgends
1983: Kassandra
1983: Voraussetzungen einer Erzählung: Kassandra
1989: Sommerstück
1987: Störfall - Nachrichten eines Tages
1996: Medea. Stimmen
2005: Mit anderem Blick. Erzählungen
2010: Stadt der Engel oder The Overcoat of Dr. Freud
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