|
anderswo gewesen sein
| |
Immer, wenn wir uns vom Feuer der Leidenschaft, der Faszination entzünden ließen, stehen wir irgendwann vor der Asche, in der allenfalls noch ein wenig die Glut der Erinnerung glimmt.
"Wie unwirklich erscheint plötzlich alles hinterher! Wir haben uns selbst in dieser berauschenden Fuge verloren, deren Wichtigkeit für uns wir nicht anzweifeln und die nun trotzdem so imaginär ist. Zeit, die nicht meßbar schien, so endlos, fällt plötzlich in den normalen Tagesrhythmus zurück und hinterläßt Unruhe und Sehnen nach einer verlorenen Intensität. Wir stellen fest, daß es kein Entrückt-Sein gibt, das nicht später wie eine Chimäre aussieht; keine Vision oder intellektuelles Feuer, das sich nicht flüchtiger anfühlt, als wachend zu schlafen - der schale Verlauf des Alltags. Es ist völlig ungewiß, was trügerischer ist, die höhere Wirklichkeit oder die niedere. Denn allem gemeinsam ist das Unbedeutende bei diesem vergeblichen Trachten, bei dieser unseligen Aufgabe, eine genaue Bestandsaufnahme zu machen, wie die Dinge sind, bevor sie aufhören zu sein."
| |
|
|