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Helmut Brandt: Reihe Virtuelle Poesie (2002)

 
Das Glück des Anfangs: gegenseitige Fremdheit und damit verbundene Offenheit. Alles scheint möglich zu sein. Als könnte man sich neu erfinden und die eigene Geschichte noch einmal anders erzählen. Etwas in sich finden, was man noch nicht kennt. Das Gefühl, anders zu sein als das, was man bisher war. Sich verwandeln zu können.
Und dann der Niedergang, der Verlust, die Verkleinerung. Aus Begegnung und Fremdheit wird Nähe und Vertrautheit. Die Großzügigkeit das Anfangs verliert sich in Ansprüchen und Rückzügen.
© 2003-2010 Manfred Köhler
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