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Betriebsamkeit als Droge
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Man überlässt sich Projekten, Pflichten, Aufgaben und verliert dabei die Fähigkeit, sich zu spüren, sich dem Leben zu öffnen, für sich einen eigenen Weg zu suchen.
"Die zeitgemäßeste Suchtform unserer Tage, der Workalkoholismus, mit seinen Derivaten in der Amüsier- und Hobbykultur, illustriert vollkommen die Dynamik eines verwahrlosten und unbemerkten Inexistentialismus. Das von seiner eigenen Existentialität überlastete Subjekt ist heute wie seit jeher weniger weltflüchtig als weltsüchtig - wobei die Ausstopfung des Inneren mit Weltstoffen selbst einen fundamentalen Negationscharakter besitzt. In der äußersten Betriebsamkeit stehlen sich die Angehörigen der überforderten Gattung zurück in die Weltlosigkeit des betriebsamen Tieres. (...) Man verdrängt das In-der-Welt-Sein ebenso wie das Zur-Welt-Kommen durch ein permanentes Sichanfüllen mit 'Themen', 'Projekten' und commitments."
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