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Erfahrung
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Helmut Brandt: ohne Titel

 
Es gibt Situationen, die einem entgehen, die man nicht "realisieren" kann. Ihre Unzugänglichkeit entspricht der Fremdheit im Verhältnis zu sich selbst.

"... daß wir von Unrealisierbarem umgeben sind. Es handelt sich um existierende Gegenstände, die wir von ferne denken und beschreiben, aber niemals sehen können." (288)
Ein Beispiel:
"Man kann die Beziehung von dem, was man gewesen ist, zu dem was man ist, nicht wirklich leben." (288)
"Ich denke es, aber sehe es nicht." (288)
"Man realisiert einen Gegenstand, wenn uns die Anwesenheit dieses Gegenstandes als eine mehr oder minder wesenhafte Veränderung unseres Seins und durch diese Veränderung gegeben ist." (291)
"Was unrealisierbar ist, ist niemals ein Gegenstand. Es ist eine Situation." (303)
Auf diesem Hintergrund lässt sich Unaufrichtigkeit und Authentizität so unterscheiden:
Zur Unaufrichtigkeit gehört, "etwas als realisiert auszugeben, was dem Prinzip nach unrealisierbar ist". Authentizität besteht darin, das Unrealisierbare "als Unrealisierbares auf sich nehmen". (290)
Jean-Paul Sartre, Tagebücher November 1939 - März 1940, 288ff.