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Helmut Brandt: Dokument (1998)
Helmut Brandt: ohne Titel (2003)

 
Im Tod verdichtet sich das Andere, die Fremdheit, die Verlorenheit. Literatur, Kunst und Musik als Widerstand gegen diese Aussetzung.
"Im Tod erhält die schwer zu greifende Konstanz des anderen, dessen, auf das wir keine Einwirkung haben, ihre deutlichste Verdichtung. Es ist die Faktizität des Todes, eine Faktizität, die gegenüber Vernunft, Metapher, offenbarender Darstellung völlig wider-setzlich ist, welche uns zu »Gastarbeitern«, frontaliers, Grenzgängern in den Gasthäusern des Lebens macht. Wo es kompromißlos die Fragen unserer Conditio in Angriff nimmt, sucht das Dichterische die Mitteilungslosigkeit unserer Begegnungen mit dem Tod zu erhellen (in ihrer letztlichen Struktur sind Erzählungen Generalproben für den Tod)."
George Steiner, Von realer Gegenwart, 187f.
© 2011 Manfred Köhler
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