In der Erfahrung begegnet mir die Welt, die Anderen, ich mir selbst. Neben den viellfältigen Lebenserfahrungen gibt es auch die der besonderen Art, wie Schwellenerfahrungen, schockhaftes Erleben von Fremdheit oder die intensive Erfahrung eines Augenblicks des Glücks oder Schmerzes.
Wie setzt sich das Erlebte in ein Verhältnis zur eigenen Geschichte, zur beanspruchten eigenen Ganzheit? Wie wird es zu einem Teil eines sich entfaltenden Lebens? Man lebt den Traum, mit sich eins zu sein in der Erfahrung, und opfert dafür einen Teil ihrer Tiefe. Immer ist mehr möglich als sich verwirklicht.
Erfahrung ist etwas, das entgleitet, letztlich nicht in Besitz genommen werden kann. Man versucht es mit der Sprache. Öffnet sich einem nur das in der eigenen Erfahrung, was man sprachlich auszudrücken vermag?
Wie offen kann Erfahrung sein, offen für den Anderen, für das Fremde? Vor allem aber ist sie ein Medium des Eigenen, in dem man sich selbst sucht und zu finden glaubt und sich so den Blick auf das Offene verstellt.