SynSign
Helmut Brandt: ohne Titel (2008)

 
Fremd ist das Andere, das sich nicht einordnen läßt in die Vertrautheit des Eigenen. Das Vertraute ist das Gesicherte, von dem man glaubt es zu kennen. Was schnell zerbrechen kann. Man ist blind für die Fremdheit um einen.
Vielfältig sind die Möglichkeiten des Scheiterns des Sich-findens im Anderen.
Man will die Welt als etwas, das einen ergänzt. Man will sich mit ihr eins fühlen. Man will sich wiederfinden. Man will ein Verhältnis des Austauschs.
Oder aber die Fremdheit. Man will sich nicht finden, sondern verlieren. Sich öffnen auf eine Ferne. Eine Sehnsucht, ein Anspruch oder beides. Man sucht die Zeichen, an denen man scheitert.
© 2011 Manfred Köhler
DisclaimerKontaktInfoHelmut BrandtSitemapKommentare Bibliothek Links