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Name 
PW 
Helmut Brandt: "Altamira"


 
Das Lachen ist ein Zugeständnis an die Nichtigkeit des Daseins, die in der Ernsthaftigkeit ausgeschlossen wird. So kehrt im Lachen etwas zurück, das in der Ernsthaftigkeit verleugnet wird. Ohne die das Leben reduzierende Ernsthaftigkeit gäbe es das Lachen und das Lächerliche nicht.

"Was mit dem Lachen ausgespielt und ergriffen wird, ist diese geheime Zugehörigkeit des Nichtigen zum Dasein; sie wird ergriffen und ausgespielt, nicht in der Weise des ausgrenzenden Ernstes, der es nur als das Nichtige von sich weghalten kann, sondern so, daß es in der es ausgrenzenden Ordnung selbst gleichsam als zu ihr gehörig sichtbar und lautbar wird." (76)
"Diese den Menschen je leitende Lebensordnung des Ernstes ist die Voraussetzung, ohne die das Spiel des Komischen und Lächerlichen und der Sinn, der diesem Spiel je innewohnt, nicht verständlich ist. Denn in diesem Spiel wird die Zugehörigkeit alles dessen zur Lebensordnung erwiesen, was für den Ernst nur als das Nichtige und Entgegenstehende außen vor bleiben muß. Das Lächerliche wäre in diesem Sinn am Entgegenstehenden das Moment, durch das diese seine Zugehörigkeit zur Lebenswelt sichtbar und positiv ergriffen werden kann." (76)
Joachim Ritter, Über das Lachen
in: Subjektivität, 62ff.