Von der Trauer über eine Trennung hin zum Versuch, die Abwesenheit des Anderen eingehen zu lassen in das Eigene und in einen Text zu verwandeln.
"Du bist nicht da, und seist du nun groß oder klein, seist du robust oder grazil, düster oder heiter wie die Sonne, du wirst für mich niemals mehr da sein. Abwesend durch meine eigene Abwesenheit und - tot nicht und auch nicht lebendig - unbeschreiblicher Widerschein dieser Abwesenheit. Denn schon existiere ich nur mehr anderswo ... Aber wo? In dem Wunsch und Bedauern, die mich wie ein fremdes, von außen einbrechendes Übel bedrängen, dem man sich ausgeliefert weiß, gefesselt an Händen und Füßen? In der ängstlichen Erwartung des unwahrscheinlichen Augenblicks, wo ich mein Selbst wiederfindend - mich gewappnet wüßte, dich nicht nur in meiner Vorstellung zu entdecken, namenlose Teufelin, ohne Antlitz, ohne Fleisch und Blut, und dennoch so unvergleichlich betörend? Oder in den Worten, die ich aneinanderreihe, bang vor Ungeduld versuchend, die Leere auszufüllen, die mich nach und nach verschlungen hat, seitdem in der reinen Sprache des Tastens kein anderer Körper mehr mit dem meinen zu sprechen vermag?"