Leben ist Verlieren, das Sterben im Leben. Das Alter, der Verlust von Kraft, von Fähigkeiten, der körperliche Verfall. Die Zukunft wird weniger.
Auch die Vergangenheit verliert man, weil man sich an immer weniger erinnern kann.
Leben ist Trennung, das Ich ist ein sterbendes Ich.
Man lebt meist nicht in diesem Wissen des Sterbens, man lebt in der Erwartung, daß noch etwas kommt. Irgendwann kommt der erste Schlag, der einem zeigt, daß der Weg abwärts führt. Wenn man das merkt, ist man schon viel weiter, als man vorher gefürchtet hatte.
Es ist der Weg, den man gehen muss. Man kann sich vielleicht ein wenig darauf einstellen, aber letztlich trifft es einen unvorbereitet.