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Liebe
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Helmut Brandt: ohne Titel

 
Nicht trotz der Fremdheit, sondern aus der Fremdheit entsteht die Liebe. Je größer die Fremdheit, desto größer die Liebe.

"Liebe ist große Fremdheit: da sind zwei und jeder ist auf einem andern Stern und keiner kann je etwas vom andern wissen. Und auf einmal gibt's keine Entfernung mehr und keine Zeit und sie sind ineinandergestürzt, so daß sie nichts mehr von sich und nichts mehr voneinander wissen und auch nichts mehr zu wissen brauchen. Das ist Liebe."
"Erst in einer fürchterlichsten Übersteigerung der Fremdheit, erst wenn die Fremdheit sozusagen ins Unendliche geführt ist, kann das aufblühen, was als unerreichbares Ziel der Liebe gelten darf und sie ausmacht: das Mysterium der Einheit... ja, so heißt es."
Hermann Broch, Die Schlafwandler, 296f.