Liebe gibt es nicht ohne Schmerz. Weil die Fremdheit des Anderen nicht aufhebbar ist und weil die Liebe im Kern narzißtisch ist. Also kann sie nur auf eine Kränkung hinauslaufen.
Es gibt eine breite Palette an Leidensmöglichkeiten. Angefangen von den kläglichen Unsicherheiten erster Begegnungen bis zu den Qualen der Eifersucht in fortgeschrittenen Beziehungen.
Die Liebe kann so verheerend in einem wüten, daß man dankbar sein sollte, wenn man von ihr verschont bleibt. Von diesem Unglück, diesem Schmerz, dieser Quälerei.
Wenig verfängt der Einwand, daß nur der an und in der Liebe leide, der nicht in sich ruhe und bei sich selbst sei. Da hat man sich schon in sich selbst zurückgezogen und sieht den Anderen nur noch als Ergänzung oder als Störung des eigenen Wohlbefindens.