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Helmut Brandt: Dokument (1998)
Helmut Brandt: ohne Titel (2003)

 
"Die Literatur enthält das gesamte Wissen, allerdings in einem unwissenschaftlichen Stadium", schrieb Roland Barthes. - Wahrscheinlich nicht das gesamte Wissen, aber das Wissen, das mit dem Leben des Menschen zu tun hat.
Die Literatur ist ein unendlicher Reichtum, Bücher sind vielfältige Leben und Welten, verwandelt und abgelagert durch Schreiben. Im Lesen werden sie wieder lebendig. Jedes Buch ist eine Tür in eine Welt. Diese Welten sind entstanden in einer Auseinandersetzung mit einem Material, das vielleicht das eigene Leben war oder auch ein fremdes.
Einzutauchen in Bücher, kann einen schützen. Ein Buch lesen ist wie eine Reise.
Bücher sind Räume, in denen man eine Zeit lang lebt. Mit Stimmen, die zu einem sprechen und die anschließend vielleicht in einem bleiben.
© 2003-2010 Manfred Köhler
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Roland Barthes, Die Spaltung der Sprachen; in: Das Rauschen der Sprache, 110