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Schreiben
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Helmut Brandt: ohne Titel

 
Schreiben ist für Haruki Murakami eine Erfahrung von Todesnähe. Es ist wie das Betreten einer anderen Welt.

"In diesen »frühen« Stunden, ehe der Morgen graut, spüre ich die Woge des Todes. Wie das ferne Tosen des Meeres lässt die Woge des Todes meinen Körper erzittern. Derartiges geschieht häufig, wenn ich an einem Roman schreibe. Beim Schreiben steige ich Stückchen für Stückchen in die Tiefen des Lebens hinab. Schritt für Schritt klettere ich meine kleine Leiter hinunter. Doch je näher ich dem Zentrum des Lebens komme, desto deutlicher spüre ich sie: die Woge des Todes, die sich schon mit dem winzigsten Schritt in die Dunkelheit offenbart."
Haruki Murakami; zitiert in:
Jay Rubin, Murakami und die Melodie des Lebens, 184