Schreiben ist nicht das Erzählen aus dem Ich heraus, das man ist. Man muss sich von sich selbst entfernen, um zu schreiben.
"Wenn wir den Tonfall eines Werkes bewundern, empfindlich für den Ton als für das, was es an Authentischstem aufweist, was bezeichnen wir dadurch? Nicht den Stil, nicht den Reiz und die Qualität der Sprache, sondern eben diese Stille, diese mannhafte Kraft, durch die der Schreibende, der auf sich selbst verzichtet, und sich seiner selbst beraubt hat, in dieser Tilgung dennoch die Autorität einer Macht bewahrte, den Entschluß zu schweigen, damit in dieser Stille Form, Zusammenhang und Bedeutung annimmt das, was ohne Anfang noch Ende spricht. - Der Ton ist nicht die Stimme des Schriftstellers, sondern die Intimität der Stille, die er dem Wort auferlegt, das, was bewirkt, daß diese Stille noch
sein ist, das, was von ihm selbst in der Verschwiegenheit bleibt, die ihn entfernt."