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Schreiben mit der Tastatur
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Ignoriert man, was Salinas über die rechte Hand schreibt, dann bleibt die Zuordnung des Schreibens zu der dominierenden Körperhälfte beim Schreiben mit der Hand - egal, ob rechts oder links - und die Auslöschung dieser Unterscheidung beim Schreiben mit einer Tastatur.
"Denken wir jetzt an den Maschinenschreiber. Das erste, was uns überrascht: beide Hände arbeiten gleichberechtigt. Der hieratische Unterschied, den schon die Sprache zwischen beiden macht, rechts und links, wird ausgelöscht. Uralten dunklen Ursprungs ist diese Unterscheidung, sie schreibt der rechten Hand größeren Adel zu, rechtens macht man die Dinge recht. Linkisch, das ist abwertend, zeigt an, daß die Linke Zweitrangiges zu verrichten hatte, Dinge von geringerer Bedeutung; aber angesichts der Maschine sind beide Hände gleichberechtigt. Am verdächtigsten jedoch, am bedenklichsten, ist der Blick des Maschinenschreibers: er sieht nicht auf das, was er schreibt. Die Blicke schweifen ab, sie ruhen nicht mehr auf der Schrift, sie wandern umher. Der Blick nimmt nicht mehr am Geschriebenen teil. Man schreibt mit dem Tastsinn, der dem Gesichtssinn unterlegen ist. Die Augen werden von der Arbeit abgelenkt, das Schreiben wird materiell, aus dem Schreiber werden zwei Personen. Der Vorzug der Schrift, den wir vorhin erwähnten, hört auf, nämlich die Konzentration eines ganzen Seins auf ein Werk. Und der Schreibende macht oftmals den Eindruck, als achtete er gar nicht auf das, was er schreibt, als bliebe er dem, was er tut, nicht treu."
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