Tag um Tag bemühen sich die Menschen, die Welt, das Leben, den Anderen zu verstehen. Doch Nacht für Nacht tauchen sie übergangslos in den Zustand des Vergessen, den Schlaf.
"Es ist erschreckend, wie die Menschen mit der größten Selbstverständlichkeit und mit absolut ruhigem Gewissen endlos langen und gefährlichen Stunden überlassen werden, in denen sie angeblich nichts benötigen,
weil sie schlafen, als wäre der Schlaf tatsächlich das, was so viele Literaten gern behauptet haben: eine Aufhebung der vitalen Bedürfnisse, der Zustand, der dem Tod am nächsten kommt. Die Menschen bemühen sich bisweilen, einander zu verstehen, obwohl in Wirklichkeit niemand befähigt ist, etwas von dem zu verstehen - das heißt, das Ganze zu sehen -, was existiert oder was nicht existiert. Aber sie tun zumindest, als bemühten sie sich, während des Tages. Hingegen sorgt sich niemand darum, macht sich niemand die geringste Mühe, unseren Schlaf zu verstehen..."