Schwermut setzt den Menschen in Widerspruch zu sich selbst. Deshalb ist man in ihr allein und man kann sie nicht mit einem andern Menschen teilen.
"Die Schwermut kann vieles, alles, Wunderbares, ja sie tut unaufhörlich Wunder, der Mensch darf sie nur nicht, um keinen Preis mit einem anderen Menschen teilen, denn die Schwermut ist der Widerspruch des Menschen mit sich selbst. Die Menschen können sich in der Liebe, im Hass, im Glauben, im Zweifeln einen, aber niemals in der Schwermut, da die Schwermut stets beides zusammen ist: Hass und Liebe, Glauben und Zweifel. Der Mensch will die Liebe, gut, aber die Schwermut, die ihn besser kennt, reicht ihm den Hass - nicht, weil sie eigensinnig wäre (der Mensch nur ist eigensinnig und will die Liebe), sondern um des Ganzen willen, denn im Hass hat der Mensch dann auch die Liebe, das weiß die Schwermut, das lernt der Mensch von seiner Schwermut, die ihn besser als er sich selbst kennt und dem Menschen daher stets beides, das Ganze reicht."