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Selbst
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Helmut Brandt: ohne Titel


 
Alles, was einem widerfährt, liegt in der eigenen Verantwortung. Dabei geht es nicht um die Akzeptanz dessen, sondern um das Hinnehmen dieses selbstverordneten Schicksals als Chance.

"Nicht akzeptieren, was einem zustößt. Es ist zuviel und nicht genug. Es auf sich nehmen (wenn man begriffen hat, daß einem Menschen alles nur durch ihn selbst zustoßen kann), das heißt es genauso auf seine Rechnung nehmen, als ob man es sich verordnet hätte, und es, diese Verantwortung akzeptierend, zur Gelegenheit für neue Fortschritte machen, als ob man es sich genau deswegen gegeben hätte.
Dieses «als ob» ist nicht Lüge. Es entspricht der unerträglichen menschlichen Kondition, die zugleich Ursache von sich und ohne Grundlage ist, so daß sie nicht Richter ist über das, was ihr zustößt, sondern alles, was ihr zustößt, ihr nur durch sie selbst in eigener Verantwortung zustoßen kann."
"Man hat nie eine Entschuldigung, weil das Ereignis einen nur dann berühren kann, wenn es von den eigenen Möglichkeiten angenommen worden ist."
"Niemand schuldet einem etwas - und vor allem hat man keinerlei Recht auf das Schicksal. Alles ist immer gegeben, weil man in bezug auf die Welt immer zuviel ist."
"Metaphysischer Wert desjenigen, der sein Leben oder seine Authentizität auf sich nimmt. Das ist das einzige Absolute."
Jean-Paul Sartre, Tagebücher November 1939 - März 1940, 142f.