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Selbst
Helmut Brandt: ohne Titel

 
Ein gelassenes Bei-sich-sein, ohne sich der Welt zu verschliessen, und ohne sich in eine Suche nach der eigenen Wahrheit zu verlieren.
"Ich bin gerade hereingekommen. Ich kenne das morgendliche Erwachen und den alltäglichen Anstieg. Die Straßen waren ruhig; das Denken leicht; die Seele mit all ihren Fenstern offen. Die Verzweiflung des Lebens, Gefühle, dazu verurteilt zu erlöschen, die Armseligkeit des Menschen, der unabwendbare Tod - verkehrten zwischen den Öffnungen und behelligten mich nicht. Ich bin in meinem Zimmer. Die Feder schleppt sich über das Papier; meine Buchstaben, die sich aufreihen, bescheren mir eine gegenständliche Zufriedenheit. Ich rauche. Ich finde es richtig, daß wir gehen, wohin wir gehen, und daß trotzdem - trotz Wahnvorstellungen und Betrügereien - der Mensch die alleinige Wahrheit darstellt. Ich schreibe ohne Zweck; wenn ich die Feder beiseite lege, um nachzudenken, fürchte ich, daß der Gedanke den Zauber zerstört. In meinen Ohren rauscht es; ich denke, es ist das Brausen der Zeit, die vergeht. Den Hafen kenne ich nicht. Er wird mir willkommen sein, wo immer er ist."
Giorgos Seferis, Sechs Tage auf der Akropolis, 171

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