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Sexualität
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In der Sexualität berühren die Extreme des Lebens, Geburt und Tod, und die Zeit scheint sich aufzuheben.
"Die sexuelle Begierde - unabhängig davon, ob sie provoziert wurde oder sich zufällig ergab, worauf sie abzielt und wie lange sie anhält - ist subjektiv von zwei Zeitpunkten bestimmt: von unserem Anfang und unserem Ende. Aus der Analyse der sexuellen Begierde ergibt sich, daß sie Bestandteile hat, die stark nostalgisch sind und uns bis zum Erlebnis der Geburt selbst zurückführen. Andere Bestandteile sind das Ergebnis eines unstillbaren Hungers auf das Unbekannte, auf das am weitesten Entfernte, auf das Letzte im Leben - was nur in seiner Negation gefunden werden kann: im Tod. Im Augenblick des Orgasmus scheinen diese beiden zeitlichen Punkte, unser Anfang und unser Ende, zu einem verschmolzen zu werden. Wenn dies geschieht, wird alles, was zwischen ihnen liegt - unser ganzes Leben also - zu etwas Momentanem."
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