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sich selbst näher kommen
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Vielleicht gehört eine gewisse Selbstverliebtheit zu dem Prozess, sich nahe zu kommen, sich so in sich zu verschachteln, dass in dieser Geborgenheitshöhle selbst der Tod nicht schreckt.
"Zum erstenmal seit Monaten steckte ich den Kopf unter die Decken und beroch die warme Ausdünstung meines eigenen Körpers. Es war, als schnüffelte ich in meinen Eingeweiden. Ich war ein einhundertzweiundsiebzig Zentimeter langes Hohltier und tauchte den Kopf ins Gedärm, um den behaglichen Kreis meines eigenen Fleisches zu schließen. Es war fast so, als hätten der dumpfe Schmerz überall in meinem Körper und das Gefühl der Leere sich in eine obskure und schuldbewußte Freude verwandelt, die dem Bewußtsein entsprang, daß keine fremden Augen mich sahen und Schmerz und Leere wenigstens mein eigen waren. Ich hatte das Gefühl, ich könnte von diesen Empfindungen gar schwanger werden und mich wie die niedrigsten Lebensformen einzellig fortpflanzen. Ich war der zur Ruhe gekommene Mensch. Obwohl ich schlecht Luft bekam, ließ ich den Kopf in der warmen, dünstenden Dunkelheit zwischen den Decken begraben und versuchte mir auszumalen, wie ich dort erstickte, den Geruch meines eigenen Körpers in der Nase ..."
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