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Sport als Seinsaneignung
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Im Sport geht es um die Überwindung des Widerstandes der Materie. Dieser Widerstand wird bezwungen, indem zwischen mir und der Materie wird die "Beziehung von Herr und Knecht" hergestellt wird.
"Diesen Aspekt der Aneignung finden wir beim Bergsteigen, Schwimmen, Hindernisrennen usw. usw. Der Gipfel, auf dem man eine Fahne gehißt hat, ist ein Gipfel, den man sich angeeignet hat. Ein Hauptaspekt der sportlichen Aktivität - vor allem des Freiluftsports - ist also die Eroberung der enormen Massen Wasser, Erde und Luft, die a priori unbezwingbar und unverwendbar scheinen; und in jedem Fall geht es darum, nicht das Element um seiner selbst willen zu besitzen, sondern den Existenztypus an sich, der sich mittels dieses Elements ausdrückt: Die Homogenität der Substanz will man in der Gestalt des Schnees besitzen; die Undurchdringlichkeit des An-Sich und seine zeitlose Permanenz will man sich in Gestalt der Erde oder des Felsens aneignen usw. usw. Kunst, Wissenschaft, Spiel sind Tätigkeiten totaler oder teilweiser Aneignung, und was sie sich über den konkreten Gegenstand ihres Treibens hinaus aneignen wollen, ist das Sein selbst, das absolute Sein des An-Sich."
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