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Tod
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Helmut Brandt: ohne Titel

 
Die mit Hoffnung verzierte Vorstellung, dass der Tod keine endgültige Vernichtung sei, dass er vielleicht nur ein Übergang in ein anderes Leben bedeute, ist der klägliche Versuch, seine Eindeutigkeit und Endgültigkeit zu leugnen.

"Ich mag als junger Mensch nicht glauben, daß der Tod der Beginn eines neuen Lebens ist. Für mich ist er eine zugeschlagene Tür. Ich sage nicht: er ist eine Schwelle, die es zu überschreiten gilt - er ist ein furchtbares und schmutziges Abenteuer! Alles, was man mir einreden will, möchte dem Menschen die Last seines Lebens abnehmen. Aber ich sehe die großen Vögel mit ihren schweren Schwingen über Djemila kreisen und verlange nach einer gewissen Lebenslast und bekomme sie. Ganz aufgehen in diesem Wunsch: zu dulden - und alles Übrige zählt schon nicht mehr. Ich bin zu jung, als daß ich vom Tode reden könnte. Müßte ich's dennoch - hier würde ich das rechte Wort finden, das zwischen Schrecken und Schweigen das klare Wissen um einen Tod ohne Hoffnung bekennt."
Albert Camus, Heimkehr nach Tipasa, 18f.