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unendliches Begehren
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Im Gegensatz zum Bedürfnis, das als Mangelempfinden nach Befriedigung drängt, ist das Begehren ein Zustand, der um seiner selbst willen erhalten bleiben will. Es darf sich nichts erfüllen, um das Erlöschen zu verhindern.
"Der Gedanke, der mehr denkt, als er denkt, ist Begehren. Ein solches Begehren ist nicht die sublimierte Form des Bedürfnisses, noch weniger das Vorspiel der Liebe. Das Bedürfnis ist ein Mangel, der erwartet, behoben zu werden; das Bedürfnis ist befriedigt. Die Liebe will die Vereinigung. Das Begehren, das man metaphysisch nennen kann, ist Begehren dessen, was uns nicht mangelt, Begehren, das nicht befriedigt werden kann und nicht begehrt, sich mit dem Begehrten zu vereinigen: es begehrt das, was derjenige, der begehrt, überhaupt nicht braucht, was ihm nicht fehlt und was er nicht zu erreichen begehrt, indem es gerade das Begehren dessen ist, was ihm unzugänglich und fremd bleiben muß - Begehren des Anderen als Anderen, nüchternes, uninteressiertes Begehren, ohne Befriedigung, ohne Sehnsucht, ohne Rückkehr."
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