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Wasser
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Mit dem Wasser wird eine menschliche Möglichkeit beschrieben. Der Wahnsinn, der wie das Wasser ist: von etwas besessen sein und sich dabei selbst verlieren.
"Es ist weiß und glänzend, formlos und frisch, passiv und auf sein einziges Laster versessen: die Schwerkraft. Über außergewöhnliche Mittel verfügt es, um diesem Laster zu frönen: Umfließen, Durchdringen, Aushöhlen, Durchsickern."
Auch in ihm selbst wirkt dieses Laster: unablässig sackt es zusammen, entwindet sich augenblicks jedweder Form, strebt nur nach Erniedrigung, legt sich flach auf den Boden, fast ein Kadaver, wie die Mönche bestimmter Orden."
"Man könnte fast sagen, das Wasser sei wahnsinnig, auf Grund dieses hysterischen Drangs, nur seiner Schwerkraft zu gehorchen, von dem es besessen ist wie von einer Zwangsvorstellung."
"FLÜSSIG heißt definitionsgemäß, was lieber der Schwerkraft gehorcht als seine Form behauptet, was jede Form abweist, um seiner Schwerkraft nachzukommen. Und was alle Haltung verliert wegen dieser Zwangsvorstellung, dieser krankhaften Skrupel. Wegen dieses Lasters, das es reißend macht, überstürzt oder still; gestaltlos oder wild, gestaltlos und wild, durchbohrend wild zum Beispiel; verschlagen, durchsickernd, außen herumfließend; und das so sehr, daß man aus ihm machen kann, was man will, und das Wasser in Röhren leiten kann, um es dann senkrecht in die Höhe springen zu lassen dergestalt, daß man sich daran ergötze, wie es als Regen wieder herabfällt: wirklich ein Sklave."
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