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Wunsch zu fliegen
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Was man schreibt, soll leicht sein in dem Sinne, daß es fliegen kann. Man muß es vom Überflüssigen befreien. Vor allem von dem, worin man schwerfällig an sich selbst kleben bleibt.
"Mit der Leichtigkeit ist es wie mit dem Jubel, der sich nicht fangen läßt und aus einigen, auf einem Felde spielenden Kindern unversehens Lerchen macht, die in den Himmel steigen. Sie hat das tränenlose Leuchten von Augen, die kein Sentiment verdunkelte. Leichtigkeit des Luftsprungs, der im Springen nicht den Boden unter den Füßen vergißt. Sie hat Ähnlichkeit mit einer heiteren Jagd nach Gewißheit ohne Trauer, nach Wort-Gewißheit, die kein schwarzes, schwermütiges Wild ist. Wer versucht, die Worte leicht werden zu lassen, gibt zugleich das wieder, was an ihm selber bereit ist, sich zu erleichtern. Schreiben als ein Sich-zur-Wehr-Setzen gegen die allzugroße Dichte der Stoffe, gegen die unverrückbare Dingfestigkeit, gegen die enorme Widerstandsfähigkeit der Gegenstände, gegen die Selbstverständlichkeit des Beharrungsvermögens von Tisch und Stuhl."
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