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Tod
Name 
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Helmut Brandt: ohne Titel


 
Die Haut, die den Körper umhüllt, ist die sicht- und spürbare Grenze zum Außen, zur Welt. Jede Berührung verweist uns in diese Grenze, an der unsere Existenz aufhört.

"Die Dinge und Wesen, die außer dir existieren, du von dir unterscheidest, und nicht als identisch mit deinem Ich und Selbst erkennst, und unter den Gattungsbegriff des Objekts oder der Natur ordnest, sind alle Grenz- und Negationspunkte deiner selbst; soviel und soweit die andern Dinge und Wesen außer dir sind, soviel und soweit bist du nicht, und soviel derselben sind, soviel End- und Grenzpunkte hast du, in und an denen du und dein Sein aufhört; an jedem Baume, an jeder Wand, an jedem Tische, an dem du anstößt, stößt du gleichsam auf deinen Tod, auf die Grenze und das Ende deines Daseins. Um dir dein Ende zu vergegenwärtigen, brauchst du nicht erst auf den Kirchhof zu spazieren, jede Schnupftabaksdose außer dir kann dir den Sarg deines Selbst vergegenwärtigen; jeder Rippenstoß, jeder Druck, jedes Anprallen ist ein lebendiges Memento mori, die ganze Natur ein Kirchhof deiner Selbstheit."
Ludwig Feuerbach, Gedanken über Tod und Unsterblichkeit
in: TWA 1, 111