Lesen kann mitunter durchaus als Abkehr von der Welt gesehen werden. Lesen ist ist eine willkommene Möglichkeit, die Welt außen vor zu lassen. Ein sicheres Versteck vor den Verführungen und Anforderungen des alltäglichen Lebens.
"... daß nämlich
Lesen allezeit und für jedermann vielleicht nie etwas anderes war, als sich auf einen Punkt zu konzentrieren, um von dem unkontrollierbaren Fortgleiten der Welt nicht verführt, und nicht zerstört, zu werden. Nichts läse man, gar nichts, wenn nicht aus Angst. Oder um die Versuchung eines zerstörerischen Wunsches abzuwehren, der man, wie man weiß, nicht widerstehen kann. Man liest, um nicht zum Fenster aufzuschauen, soviel steht fest. Ein aufgeschlagenes Buch ist immer der Beweis für die Anwesenheit eines Feiglings - die Augen fest auf die Zeilen geheftet, um sich den Blick nicht von der Glut der Welt abspenstig machen zu lassen."